Drehort Conradia

Daher hat das Praxisteam um PD Dr. Baur in Berlin Charlottenburg eingewilligt, bei den Dreharbeiten für einen Film zur Patientenaufklärung mitzuwirken. Das Video, das in Zusammenarbeit mit einer urologischen Fachpraxis entsteht, stellt die mpMRT zur gezielten Biopsie beim Prostatakarzinom vor. PD Dr. Baur ist selbst Spezialist auf diesem Gebiet und hat an der Charité dazu geforscht und seine Habilitationsschrift verfasst.

Die Dreharbeiten fanden am frühen Morgen des 12. Februar statt, um den Patientenbetrieb nicht zu stören. Das noch früher Aufstehen als sonst nahmen die Mitwirkenden in Kauf. Gar nicht müde saß beispielsweise die medizinisch technische Radiologie Assistentin (MTRA) Henriette Schaller im Cockpit des MRT.

Die Filmproduktionsfirma Star Healthcare Management aus Köln hat mitgeteilt, dass der Film in Kürze auf der Seite prostata.de zu sehen ist. Die Mitwirkenden hatten ganz schön zu tun, aber auch mal einen ganz anderen Start in den Tag als sonst. „Außerdem liegt mir das Thema sehr am Herzen. Ich bin überzeugt von der Methode und gespannt auf den Film“, sagte Dr. Baur am Ende. Hier ein paar Foto-Impressionen vom Dreh.

Neueste Studienergebnisse zeigen Vorteile des mpMRTs

In einer im März 2018 im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlichten prospektiven multizentrischen Studie konnten internationale Wissenschaftler eindeutig den Vorteil der multiparametrischen MRT der Prostata (mpMRT) bei Patienten mit Verdacht auf ein Prostatakarzinom nachweisen.

In der Studie wurden insgesamt 500 Patienten mit einer pathologischen Erhöhung des PSA Wertes nach dem Zufallsprinzip in 2 Gruppen aufgeteilt. Bei der ersten Gruppe wurde die Prostata ohne eine vorherige mpMRT 10-12-mal biopsiert (Gewebeprobeentnahme). In der zweiten Gruppe erhielten alle Patienten zunächst eine mpMRT Untersuchung der Prostata. Patienten ohne einen krankhaften Befund in der mpMRT Untersuchung mussten nicht biopsiert werden. Bei den Patienten mit einem krankhaften Befund in der mpMRT wurde die Prostata auf Basis des Bildbefundes ganz gezielt biopsiert.

In der mpMRT Gruppe musste bei 71 von 252 Patienten aufgrund des negativen mpMRT Ergebnisses überhaupt keine Biopsie durchgeführt werden, da ein Tumor damit ausgeschlossen wurde. Im Vergleich zu der ersten Gruppe ohne mpMRT konnten durch die gezielte Biopsie auf Basis der Bildgebung signifikante Tumore besser diagnostiziert werden.
In der mpMRT Gruppe zeigte sich ein direkter Zusammenhang der Tumortrefferquote in der Biopsie mit dem PIRADS Score aus der mpMRT Untersuchung. Im Detail konnte bei 83% der Patienten mit einem PIRADS Score von 5 ein Tumor nachgewiesen werden. Bei Patienten mit einem PIRADS Score von 4 konnte in 60% der Fälle ein Tumor nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer strukturierten PIRADS v2 Befunderstellung in einem auf die Prostata mpMRT Untersuchung spezialisierten Zentrum.

Darüber hinaus wurden in der mpMRT Gruppe auch weniger sogenannte nicht signifikante Tumoren diagnostiziert. Hiervon ist eine positive Beeinflussung der Lebensqualität der Patienten aufgrund einer fehlenden Verunsicherung zu erwarten.

Die Studie kann im Detail frei zugänglich unter der folgenden Internetadresse abgerufen werden: zur Studie.

Zusammenfassend besteht aus unserer Einschätzung durch die beschriebene Studie nun eine eindeutige Evidenz dafür, dass bei einer krankhaften PSA Erhöhung vor einer ungezielten Biopsie zunächst eine mpMRT Untersuchung der Prostata durchgeführt werden sollte.