Unsere Ärzte zählen zu den Top 10 der Radiologen Münchens!

Erneut wurden vier unserer Radiologen mit dem Jameda-Siegel ausgezeichnet! Seit einigen Jahren schon zählen unsere vier geschäftsführenden Ärzte zu den bestbewerteten Radiologen der Stadt. Wie schon im Vorjahr erzielte Dr. Axel Wagenmann Platz 1 und Prof. Dr. Lars Grenacher Platz 2 unter Münchens Top-Radiologen. Zum wiederholten Male konnte sich beide über das Top-5-Siegel der Arztbewertungs-Plattform freuen. Prof. Dr. Thomas Henzler und Dr. Torsten Böhme zählen ebenso zu den Top 10!

Das Jameda-Siegel ist eine Auszeichnung für Ärzte, die besonders häufig von Patienten bewertet und empfohlen werden und daher eine Top-Platzierung auf dem Bewertungsportal erlangen konnten.

geschaeftsfuehrer conradia muenchen

Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser Auszeichnung und freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Patienten.

Direkte MR-Arthrographie: Nur Mut zur Punktion

Im Bereich der muskuloskelettalen Radiologie bzw. der Diagnosefindung in der Sporttraumatologie stehen unterschiedliche diagnostische Verfahren zur Verfügung. In der Regel sind diese nicht mit einer Kontrastmittelgabe verbunden und reichen in den meisten Fällen zur Diagnosefindung völlig aus. Dennoch gibt es Fragestellungen und Pathologien, bei denen die routinemäßigen diagnostischen Verfahren  an ihre Grenzen stoßen und zur subtilen Diagnosefindung auf die intraartikuläre Gabe von Kontrastmittel zurückgegriffen werden muss (sogenannte direkte Arthrographie , dh. direkte Kontrastmittelgabe in das Gelenk). Diese Kontrastmittelgabe in Kombination mit einer MRT (sogenannte direkte MR-Arthrographie) bietet eine hohe diagnostische Treffsicherheit, welche in zahlreichen Studien mit Arthroskopie bzw. der offenen Gelenkoperation als vergleichenden Goldstandard belegt werden konnte.

MR-Arthrographie
MRT nach direkter/ intraartikulärer Kontrastmittelgabe (im Bild weiß)

Grundsätzlich ist die direkte MR-Arthrographie an jedem Gelenk der Extremitäten denkbar. In unserem Haus haben sich insbesondere Fragestellungen an der Schulter und Fragestellungen rund um das Hüftgelenk als Indikation herauskristallisiert.

FAQ aus Sicht der Patienten

Was ist der Vorteil dieser Untersuchungstechnik?

Die direkte MR-Arthrographie profitiert primär von dem guten Kontrast des eingebrachten Kontrastmittels  (“weiß” im Bild), verglichen mit dem umgebenden Gewebe. Zudem gelingt durch die direkte Einspritzung in das Gelenk eine adäquate Erweiterung der Gelenkkapsel, welche für eine Detektion von beispielsweise Knorpelschäden oder Bandverletzungen vorteilhaft ist.

Wie läuft die direkte MR-Arthrographie-Untersuchung ab?

Im Prinzip kann man den gesamten Vorgang in unserem Institut in 3 Teile gliedern:

1. Da die direkte MR-Arthrographie eine Gelenkpunktion beinhaltet, erfolgt im Vorfeld ein detailliertes Aufklärungsgespräch mit unserem Radiologen. Hier werden der Ablauf der Untersuchung, sowie potenzielle Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen noch einmal detailliert erklärt. Für dieses Gespräch wird ein gesonderter Termin mindestens 24 Stunden vor der eigentlichen Untersuchung vereinbart.

2. Nach dem Aufklärungsgespräch und erfolgter Einwilligung erfolgt schließlich am eigentlichen Untersuchungstag zunächst die bildgesteuerte Gelenkpunktion – diese erfolgt in unserem Hause unter computertomographischer Kontrolle. Das bietet den Vorteil, daß Fehlpunktionen vermieden werden und in der Regel nur einmal punktiert werden muss. Die Gelenkpunktion erfolgt nach adäquater Desinfektion/unter Einhaltung der gängigen Hygienestandards, unter Verwendung einer äußerst feinen Punktionsnadel. Nach Dokumentation der korrekten Nadelposition werden schließlich wenige Milliliter des verdünntem MR Kontrastmittels in das Gelenk gespritzt. Die Nadel wird abschließend wieder entfernt und die Punktionsstelle mit einem sterilen Pflaster bedeckt. Der gesamte Vorgang dauert hier nicht länger als 5 Minuten.

3. Im Anschluss erfolgt die eigentliche diagnostische Bildgebung in der MRT. Dieser Vorgang dauert ca. 15-20 Minuten.

Abschließend gibt es eine Befundbesprechung mit dem Radiologen, indem der gesamte Vorgang sowie das Ergebnis detailliert demonstriert werden.

MR-Arthrographie
CT-gesteuerte Punktion, rechtes Schultergelenk

Was für ein Kontrastmittel wird verwendet bzw. wie wird es verdünnt?

Wir verwenden eine Injektionslösung in sterilen Fertigspritzen. Dieses Kontrastmittel wurde speziell für die Verwendung bei Gelenkpunktionen entwickelt und wird ausschließlich hierfür verwendet. Aus hygienischen Gründen ist das Kontrastmittel in den Fertigspritzen bereits fertig verdünnt und kann direkt appliziert werden, was ein potenzielles Infektionsrisiko deutlich senkt.

Ist die direkte MR-Arthrographie schmerzhaft?

 Das Schmerzempfinden ist subjektiv und von Patient zu Patient unterschiedlich. Durch die in unserem Hause durchgeführte CT gesteuerte Gelenkpunktion kann eine Fehlpunktion oder eine komplizierte Nadelkorrektur nahezu vollständig vermieden werden. Dies steigert den Patientenkomfort deutlich und macht die Verwendung eines Lokalanästhetikums praktisch nicht mehr erforderlich. Selbstverständlich besteht jedoch immer die Möglichkeit im Bedarfsfall zusätzlich ein lokales Betäubungsmittel zu verwenden. Viele Patienten beschreiben den Vorgang als nahezu schmerzfrei, manche Patienten vergleichen mit einer Impfung.

Gibt es Risiken bzw. was wären die Komplikationen?

Auch wenn das Risikopotential äußerst gering ist, so ist es dennoch nicht risikofrei. Über potenzielle Risiken bzw. Komplikationen wird Sie der durchführende Radiologe in o.g. Aufklärungsgespräch ausführlich informieren. Schwerwiegende Komplikationen sind äußerst selten. Dazu gehören im wesentlichen Infektionen, sowie die Blutung bzw. Hämatome. Ein Gelenkinfekt macht sich durch in den folgenden Tagen nach Injektion deutlich zunehmende Schmerzen, gegebenenfalls mit Rötung, Schwellung oder Fieber bemerkbar. Diese schwerwiegende Komplikation bedarf einer prompten und effizienten Therapie. Um jedoch das Infektionsrisiko möglichst zu reduzieren werden die gängigen Hygienestandards kompromisslos eingehalten, mit der Folge, daß es in unserem Institut bislang noch nie zu Komplikationen gekommen ist .

Gibt es Kontraindikationen, also wann kann die Untersuchung nicht erfolgen?

Die Untersuchung darf bei einem bestehenden Infekt der zu punktierenden Region nicht erfolgen. Der Grund hierfür ist die Verhinderung einer potentiellen Übertragung aus dem infizierten Areal in das Gelenk. Zudem muss bei krankhaften Gerinnungswerten bzw. bei bekannter Gerinnungsstörung die Indikation zur Untersuchung kritisch diskutiert werden.

Was passiert mit dem applizierten Kontrastmittel?

Nach Injektion verteilt sich das Kontrastmittel im Gelenkraum und schließlich mit der Zeit in die anliegenden Gewebe. Anschließend wird das Kontrastmittel über die Nieren in nahezu unveränderter Form wieder ausgeschieden.

Bestehen Einschränkungen vor bzw. nach der Untersuchung?

Es müssen keine speziellen Vorbereitungen seitens der Patienten für die Untersuchung getroffen werden, beispielsweise muss der Patient nicht nüchtern erscheinen. Eine mögliche Änderung der Bestandsmedikation (beispielsweise bei Medikamenten die die Gerinnungszeit beeinflussen) kann in dem Aufklärungsgespräch detailliert besprochen werden.

Die geistige Leistungsfähigkeit ist durch die Untersuchung nicht eingeschränkt. Die Empfehlung in unserem Hause ist lediglich, für 24 Stunden nach der Untersuchung beispielsweise therapeutische Anwendungen an dem Gelenk oder exzessive sportliche Aktivität zu vermeiden.

Fazit

Die direkte MR-Arthrographie ist eine nahezu schmerzfreie Untersuchung mit äußerst niedrigem Risikopotenzial, mit einer hohen diagnostischen Treffsicherheit. Dennoch sollte die Untersuchung die routinemäßige MRT nicht verdrängen oder im Rahmen der Erstdiagnostik verwendet werden, da aufgrund der hohen technischen Ausstattung und Qualität der MRT Geräte in den meisten Fällen eine Kontrastmittelgabe nicht erforderlich ist.

Bei allerdings unklaren Befunden und bei dezidierter Fragestellung ist die direkte MR-Arthrographie ein probates Mittel in der Diagnosefindung.

Für Fragen stehe ich jederzeit unter t.boehme@diagnostik-muenchen.de  zur Verfügung.

Herz-CT deckt auf: Wie alt ist mein Herz wirklich?

Der Mensch ist so alt oder so jung wie seine Gefäße“ lautet ein viel zitiertes Zitat von Rudolf Virchow (1821-1902). Trotz dieser sehr langen Erkenntnis ist das Bewusstsein der Herz- und Gefäßgesundheit jedoch noch nicht ausreichend im allgemeinen Gesundheitsbewusstsein angekommen. Dies ist daran erkennbar, dass auch heute noch ein Großteil der akuten Herzinfarkte bei Menschen auftreten, welche zuvor als gesund galten. Bei diagnostizierter Atheroskleose gibt das Herz-CT Aufschluss über die Verfassung des Organs.

Wir leben immer noch in einer Welt, in der fast 1/3 der Patienten, die sterben, plötzlich sterben, bevor uns überhaupt bewusst war, dass diese Menschen krank waren oder dass ihr Leben in Gefahr war. Es scheint mir, dass das wichtigste Problem, mit dem wir konfrontiert sind darin besteht, diese Menschen zu erkennen, bevor sie sterben, und uns mitzuteilen, dass sie krank waren.“  

F. Mason Sones 1978 (Arzt und einer der Pioniere des Herzkatheters)

Verkalkungen der Koronararterien sind Ausdruck einer Atherosklerose, welche im fortgeschrittenen Stadium zu einem Herzinfarkt bzw. einem Herzversagen führt. Das Ausmaß der Verkalkungen korreliert hierbei direkt mit dem Risiko innerhalb der kommenden Jahre an einem Herzinfarkt zu erkranken. Ist das Risiko bekannt, heißt das für die Betroffenen jedoch kein unveränderbares Schicksal. Genau die Kenntnis des Risikos erlaubt es, die richtigen präventiven Maßnahmen einzuleiten, um eine spätere Erkrankung zu verhindern und nicht plötzlich mitten im Leben von einer Herzerkrankung überrascht zu werden.

Verkalkungen der Koronararterien können unkompliziert und ohne die Gabe von Kontrastmittel durch ein Herz-CT gemessen werden. Hierbei wird die Bildaufnahme mit dem EKG Signal des Herzen synchronisiert. Hierdurch kann das Herz vollkommen bewegungsfrei abgebildet werden.

Im Falle nicht vorhandener Verkalkungen der Koronararterien liegt der sogenannte negative Vorhersagewert bei annähernd 100%. Dies bedeutet, dass nahezu kein Risiko für einen Herzinfarkt innerhalb der kommenden 5 Jahre zu erwarten ist. Eine solche diagnostische Sicherheit ist – abgesehen von dem Herz-CT – nicht mit anderen klinischen Tests zu erreichen.

Werden bei der Untersuchung Verkalkungen – sogenannte Kalzifikationen – der Koronararterien festgestellt, werden diese mithilfe des „Agatston-Score“ als ein individueller Zahlenwert angegeben. Dieser Zahlenwert spiegelt quantitativ das Ausmaß der Kalzifikationen wieder.

Vergleicht man diesen individuell gemessenen Wert dann wiederum mit einem hinsichtlich des Alters und Geschlechts vergleichbaren Kollektiv, kann daraus direkt das Risiko für das Entstehen eines Herzinfarktes abgeleitet werden. Wird hierbei ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann man durch eine gezielte medikamentöse Therapie dem Auftreten einer Erkrankung rechtzeitig entgegenwirken.

Die Quantifizierung des Koronarkalks durch das Herz-CT beschreibt damit direkt das Herzalter.

Beispiel einer nativen Herz-CT-Untersuchung zur Quantifizierung der Kalzifikationen der Koronararterien. Die gelb markierten Stellen repräsentieren die detektierten Verkalkungen der linken Koronararterie. Bei der Untersuchung handelte es sich um einen beschwerdefreien 55-jährigen Mann mit nur moderat erhöhten Bluttfettwerten. Bei Rückfragen zu dieser Untersuchung sprechen Sie mich gerne direkt an: t.henzler@diagnostik-muenchen.de

Detrano R et al., Coronary calcium as a predictor of coronary events in four racial or ethnic groups. N Engl J Med. 2008 Mar 27;358(13):1336-45.

Die Abbildung zeigt das nicht vorhandene Risiko von Personen ohne messbare Verkalkungen der Koronararterien (orange Linie) und dem ansteigenden Risiko in Abhängigkeit vom Ausmaß der gemessenen Kalzifikationen.

Darmkrebs – Die Chance auf Heilung wächst

Darmkrebs, also Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Afters, zählen zu den am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen in Deutschland. Glücklicherweise können frühe Stadien in den meisten Fällen sogar geheilt werden. Dabei gilt: Je früher Tumoren erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Wir haben mit Prof. Dr. med. Lars Grenacher, Ärztlicher Direktor der Diagnostik München (DKM) über Krebserkrankungen des unteren Verdauungstraktes gesprochen.

 Wie entsteht Darmkrebs?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Die Tumoren entwickeln sich meist aus gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, sogenannten Polypen. Dies sind „pilzähnliche“ Geschwulste. Sie gelten als Vorstufe von Darmkrebs. Etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen durch die Entartung dieser Polypen. Ein Schwerpunkt liegt dabei im unteren Darmabschnitt und zwar in den unteren 30-40 Zentimetern.“

 Kann jeder erkranken?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Die Ursachen für die Entstehung sind immer noch nicht vollständig geklärt. Darmkrebs ist bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen sogar die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland mit jährlich 60.000 Neuerkrankungen. Wissenschaftler haben aber nachgewiesen, dass die familiäre Häufung auf eine genetische Veranlagung schließen lässt und das Risiko mit dem Alter zunimmt. Dennoch sind nur etwa 10- 15 Prozent auf solche erblichen Vorbelastungen zurückzuführen.“

Was erhöht weiterhin das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „In den meisten Fällen können wir keine konkrete Ursache für die Krebserkrankung feststellen. Aber wir wissen heute, dass die individuelle Ernährung und eine gesunde Lebensweise einen wesentlichen Einfluss auf die Krebsentstehung haben. Besonders gefährdet sind Menschen, die sich wenig bewegen und Übergewicht haben. Und auch der häufige Verzehr von rotem Fleisch und tierischen Fetten und übermäßiger Konsum von Alkohol oder Nikotin steigern das Risiko. Insgesamt gilt fettreiche und faserarme Kost als Risiko zur Krebsenstehung.
Daneben gibt es eine Vielzahl an gutartigen oder entzündlichen Darmerkrankungen, die eine Krebsenstehung begünstigen wie z.B. die Kolitis ulzerosa, familiäre adenomatöse Polyposis (sog. „FAP“) oder familien in denen bereits Darmkrebs aufgetreten ist.“

Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Die einfachste erste Vorsorge sind Warnsignale des Körpers selbst, die man selber beobachten kann. Dazu zählt

  • Blut im Stuhl
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten
  • Müdigkeit, Blässe, Leistungsabfall oder Gewichtsabnahme, aber auch
  • tastbare Verhärtungen im Bauchraum oder
  • neue, laute Darmgeräusche und/oder häufiger Stuhldrang.

Was kann man darüber hinaus tun?

Ab dem 50. Lebensjahr bezahlen die Krankenkassen jährlich einen Blut-im-Stuhl-Test (Hämoccult-Test; okkult: lateinisch für verborgen). Ab dem 55. Lebensjahr werden dann die Kosten für eine klassische Darmspiegelung (Koloskopie) übernommen. Ist der Befund unauffällig, wird zehn Jahre später die nächste Untersuchung bezahlt. Seit die Koloskopie im Jahr 2002 als Vorsorgeuntersuchung in die Programme der Kassen eingeführt wurde, ist 100 000 Menschen die Erkrankung erspart geblieben und 50 000, die bereits erkrankt waren, konnten dank eines im frühen Stadium erkannten Karzinoms geheilt werden.“

Ist die Darmspiegelung unangenehm?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Nein, als unangenehm empfinden viele Patienten eher die zuvor nötige gründliche Entleerung des Darms. Und wer von der Darmspiegelung selbst nichts mitbekommen möchte, erhält auf Wunsch ein Beruhigungsmittel, das ihn in einen leichten Schlaf versetzt.“

Was passiert bei der virtuellen Koloskopie und ersetzt diese die Darmspiegelung?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Ganz einfach gesagt: das anerkannte Verfahren mit der höchsten Sicherheit ist und bleibt die Spiegelung. Virtuelle Verfahren können erwogen werden, wenn eine Spiegelung z.B. durch einen stark gewundenen Enddarm gar nicht oder nur teilweise durchgeführt werden konnte oder auch als Alternative bei Patienten die auf keinen Fall eine Spiegelung machen lassen wollen. Hier gilt aber die Devise, dass dann ein virtuelles Verfahren bessser ist, als eben gar nichts zu tun.

Der Untersuchungsablauf:

Dabei wird der Dickdarm mithilfe der Computertomografie (CT) oder Kernspintomografie dargestellt. Aber auch hier ist vor der Untersuchung eine gründliche Darmentleerung notwendig. Über einen sehr dünnen Silikonschlauch wird der Darm mit Luft gefüllt und dann innerhalb weniger Sekunden der Darm vollständig untersucht. Im Anschluß wertet der Radiologe diese Bilder aus und fertigt auch eine dreidimensionale Rekonstruktion wie einen „virtuellen Flug durch das Körperinnere“ an sog. „fly through“.

virtuelle ct koloskopie

Virtuelle CT Koloskopie

Vorteil gegenüber der konventionellen Endoskopie ist, dass der gesamte Bauchraum inkl. aller Bauchorgane ebenfalls mit erfasst und beurteilt werden.

Da aber kein „dickes Instrument“ in den After eingeführt wird, wird diese Form der Koloskopie von den meisten Patienten als deutlich angenehmer empfunden. Eine „Sedierung“ ist in keinem Fall erforderlich. Allerdings können sehr kleine (<5mm) oder sehr flache Polypen evtl. nicht entdeckt werden mit dieser Methode. Größere Polypen oder eine bösartige Wucherung der Darmwand hingegen werden zuverlässig erkannt. Werden Polypen entdeckt, können diese noch am gleichen Tag mittels klassischer Darmspiegelung entfernt werden.“

Was stärkt die Darmgesundheit?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München): „Eine Ernährung mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Spurenelementen. Außerdem sollte man nicht häufiger als zweimal in der Woche Fleisch und dann idealerweise Geflügel essen, dafür aber öfter Seefisch auf den Tisch bringen. „Hering, Makrele und Lachs enthalten Jod und Selen sowie Omega-3-Fettsäuren, die das Risiko für Darmkrebs verringern können.“

Wie wichtig sind Ballaststoffe?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München):„Ballaststoffe sind extrem wichtig, wie die Auswertung von 25 Studien gezeigt hat. Vor allem jene in Vollkornprodukten wiesen einen schützenden Effekt auf. Täglich drei Portionen (90 g) senkten das Darmkrebsrisiko um 20 Prozent.
Volles Korn enthält im Unterschied zum typisierten Mehl noch zahlreiche Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Krebsprävention beitragen können.“

Wirkt auch Bewegung vorbeugend ?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München):  „Absolut. Aus Sicht der Vorbeugung werden täglich wenigstens 30 Minuten Bewegung empfohlen. Das kann etwa Radfahren oder zügiges Gehen sein. Wer sich mehr bewegt, hat einen größeren Gesundheits- und Wohlfühlnutzen.“

Bei mir wurde Darmkrebs diagnostiziert. Was nun?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München):  „Der Hausarzt oder eben der Gastroenterologe, die die Erkrankung gesichert haben überweisen nun zum Spezialisten, dem sog. Onkologen. Er ist die neue erste Anlaufstelle und der Ansprechpartner für den gesamten weiteren Krankheitsverlauf.
Über sein Netzwerk wird zuerst das genaue Stadium ermittelt. Dies bezieht sich einerseits auf die Wachstumsform des Tumors selbst und dann ob es bereits zu Absiedlungen, sog. Metastasen gekommen ist. Hierzu überweist der Onkologe zum Radiologen.
Gemäß der deutschen Leitlinien des Dickdarmkrebses erfolgt nun die Abklärung der Lunge und der Oberbauchorgane wie Leber etc. mit einer Computertomographie.
Das genaue Wachstumsmuster des Dickdarm oder Enddarmkrebses wird heutzutage in der MRT geklärt.
Die MRT ist dabei das genaueste Verfahren zur Ausbreitungs- und Wachstumsart des Tumors.

rektumkarzinom

MRT eines Rektumkarzinomes

Liegen alle Ergebnisse vor, wird in einem Tumorboard, bestehend aus Radiologen, Onkologen, Chirurgen und Strahlentherapeuten nach dem Stadium und dem Ergebnis der Gewebeprobe die individuelle Therapie festgelegt. Dies kann heute eine alleinige Operation oder eine Kombination aus mehreren Therapieformen wie Operation, Chemotherapie und/oder Strahlentherapie, aber auch neuere Therapien wie zielgerichtete Therapien oder eine Immuntherapie sein, die je nach Erkrankungsstadium kombiniert werden – auch bezüglich des zeitlichen Ablaufes vor/während/nach oder sogar statt einer Operation in höheren Stadien.“

Was passiert nach der Therapie?

Prof. Dr. med. Lars Grenacher (Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München):  „Im Rahmen der Nachsorge wird Sie der Onkologe in regelmäßigen Abständen und genau definierten Zeitintervallen regelmäßig kontrollieren. Sollten Sie selbst früher Veränderugen bemerken oder es treten neue Beschwerden auf, sind diese unverzüglich abklärungsbedürftig. In den Routineintervallen gehören zur Nachsorge körperliche Untersuchungen, Blutuntersuchungen, Ultraschall und eine Darmspiegelung. Auch werden Sie regelmäßig zum Radiologen geschickt, um Bilder aus dem Bauchraum zu erzeigen, die frühzeitig ein erneutes Wachstum (sog. Rezidiv) oder neue Fernmetastasen aufspüren sollen. Besonders die ersten fünf Jahre nach der Erstdiagnose haben hier eine entscheidende Bedeutung für eine gute Langzeitprognose.“

Der Schlaganfall ist weltweit Todesursache Nr. 3

Der Schlaganfall hat im Grunde genommen zwei verschiedene Formen:
1. den ischämische Schlaganfall (häufiger) und
2. den hämorrhagische Schlaganfall.

Im ersten Fall wird die Blutversorgung des Gehirns plötzlich gestoppt – die Symptomatik ist dann davon abhängig, welche Gebiete des Gehirns betroffen werden. Eine plötzliche Behinderung der Blutversorgung des Gehirns entsteht normalerweise als Folge der Atherosklerose und bei Embolien. (Embolie: Im Gefäß-System bildet sich ein Blutgerinnsel, das dann mit der Strömung in das Gehirn fließt.) Als Vorsorge muss man hier die vorliegenden Risikofaktoren für die Atherosklerose beseitigen oder im Griff haben: Übergewicht, hohes Cholesterin, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel und Rauchen. Continue reading “Der Schlaganfall ist weltweit Todesursache Nr. 3”

Standorteröffnung in Perlach

Anfang Juli berichteten wir bereits über den Umbau und Modernisierung des neuen Standortes in der Putzbrunnerstraße 7, jetzt war es soweit. Seit dem 16.07.2018 bieten wir Ihnen im Ärztehaus Perlach mit unserem Team und rund um den Standortleiter Dr. Dr. Alber Strauß die radiologische Versorgung an!

Der Standort wurde mit jeweils einem neuen Computer- sowie einem Magnetresonanztomographen der neusten Generation ausgestattet. Darüberhinaus komplettiert das Röntgen unser Spektrum im Ärztehaus Perlach.

Folgend finden Sie einige Eindrücke, wir freuen uns auf Sie!

Von der Entzündung zum Pankreaskarzinom: Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Bei dem Begriff Bauchspeicheldrüse denken die meisten Menschen zuerst an Diabetes. Das ist generell auch richtig: In der Bauchspeicheldrüse wird das lebenswichtige Hormon Insulin hergestellt, welches den Zuckerstoffwechsel reguliert. Aber das etwa 15cm lange, flache Organ – in der Medizin auch Pankreas genannt – leistet noch viel mehr. Täglich produziert die Bauchspeicheldrüse etwa 1,5 Liter Enzymsekret, welches vor allem für die Verdauung von Fetten und Eiweißen benötigt wird. „Falsche“, vor allem fettreiche Mahlzeiten machen sich deshalb oft schnell über die Bauchspeicheldrüse bemerkbar. Im schlimmsten Fall jedoch liegt ein Pankreaskarzinom vor – Bauchspeicheldrüsenkrebs.

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KÖPFE UND HERZEN GESUCHT!

Die Diagnostik München geht unter die Haut: Hochqualifizierte, motivierte Mitarbeiter und modernste Technik verbinden sich bei uns zur medizinischen Bildgebung der Spitzenklasse. Um unser einzigartiges Angebot an Diagnostik, Präventions- und Check-up-Medizin in und um München auszuweiten, suchen wir Menschen, die mit Kopf und Herz für ihre Patienten da sein wollen. Werden Sie Teil unseres wachsenden und bunten Teams in unserer Apparategemeinschaft am Standort Planegg als

Mitarbeiter/-in im Empfang!

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Prof. Dr. med. Grenacher zum Vorstandsvorsitzenden gewählt – Die Diagnostik München gratuliert!

Prof. Dr. med. Lars Grenacher, Vorsitzender Geschäftsführer, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie bei der Diagnostik München, wurde im Mai diesen Jahres auf der Mitgliederversammlung der AG Gastrointestinale und Abdominaldiagnostik in der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) für die nächsten zwei Jahre zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Zuvor war Grenacher Stellvertretender Vorsitzender.

Die AG Gastrointestinal-/Abdominaldiagnostik beschäftigt sich mit der Förderung der Gastrointestinal-/ Abdominaldiagnostik in Klinik und Forschung. Zudem berät sie die DRG bezüglich der Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie in speziellen medizinischen und sozioökonomischen Fragen der Gastrointestinal-/ Abdominaldiagnostik.