Dr. Axel Wagenmann von FOCUS empfohlen

Dr. Axel Wagenmann erhält das FOCUS-Siegel von der FOCUS Redaktion Gesundheit. Das Empfehlungssiegel wird vom FOCUS-Magazin bereits seit fast 25 Jahren verliehen. Hierbei spielen unter anderem Kriterien wie Berufserfahrung, Kollegenempfehlung, Qualitätsmanagement, Patientenzufriedenheit sowie Praxisausstattung eine Rolle.

Dr. Axel Wagenmann ist als Geschäftsleiter und Leiter Nuklearmedizin in der Conradia Radiologie München tätig. Seine Schwerpunkte sind muskuloskelettale Radiologie sowie die Diagnostik des Herzens (Myokardszintigraphie) und der Schilddrüsenerkrankungen.

Conradia findet man in und um München an acht Standorten. Der neue offene MRT am Standort in der Nymphenburger Straße bietet Patienten außergewöhnlichen Komfort bei gleichzeitig hoher Diagnosesicherheit durch eine Bildqualität, die mit hervorragenden geschlossenen Geräten vergleichbar ist. Ab sofort wird an diesem Standort eine Abendsprechstunde für Privatpatienten angeboten.

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Kopf MRT zur Entdeckung von Hirnthrombosen

Die mediale Aufregung ist beträchtlich. Nach EU-weit fünf Millionen Impfungen mit dem Astra-Zeneca-Vakzin wurden etwas mehr als 30 Thrombosen im zeitlichen Kontext gemeldet (in Deutschland elf nach 1,4 Millionen Impfungen). In acht Fällen sind bisher die noch selteneren Sinusvenenthrombosen (Verstopfungen der Hirnvenen) in Deutschland gemeldet worden.

Bei den Thrombosen der Hirnvenen handelt es sich um einen besonderen Entstehungsmechanismus. Es kommt zu Gefäßentzündungen, die mit einer unklaren Aktivierung des Immunsystems einhergehen. Da sie in der Mehrzahl Frauen betreffen, ist eine hormonelle Komponente nicht unwahrscheinlich. Wie bei manchen Autoimmunerkrankungen werden in der Folge vermehrt Blutplättchen (Thrombozyten) und Gerinnungsfaktoren verbraucht. Dies führt dann ggf. zu örtlichen Blutungen wie auch zu Thrombosen.

Klingt bedrohlich, ist es auch. Allerdings auch extrem selten. „Dieses Phänomen kann nicht nur nach der Impfung, sondern auch bei der Covid-19-Erkrankung selbst und manchmal auch ohne jede erkennbare Ursache auftreten. Glücklicherweise kommt das kaum vor.“, sagt Professor Dr. Lars Grenacher, Radiologe und ärztlicher Leiter der Conradia München. „Durch die Impfung wird anscheinend bei einigen Patienten ein Mechanismus aktiviert, der zur Bildung von Blutgerinnseln im Gehirn führt. Die gute Nachricht: der Mechanismus ist inzwischen klar identifiziert worden. Daher gibt es auch gezielte Behandlungsmethoden, die gegen eine solche Thrombose helfen.“ Er verweist auf die Forschungsergebnisse aus der Uniklinik Greifswald, die bei den Blutproben von sieben Thrombosepatienten feststellten, dass der Impfstoff die Blutplättchen, also die Thrombozyten, aktiviert hatte.

Patienten mit einem klinischen Verdacht auf eine zerebrale Sinus-/Venenthrombose (CVST) müssen daher unverzüglich einer bildgebenden Diagnostik zugeführt werden. So steht es in der Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. „Dabei sind die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) gleichwertig bei der Diagnostik der Sinusthrombosen anzusehen“, weiß Professor Grenacher und ergänzt: „Bei Venenthrombosen in der Hirnrinde, im sogenannten Kortex, ist die MRT der CT allerdings überlegen. Außerdem ist sie als strahlungsfreie Methode insbesondere bevorzugt bei jüngeren Patienten sowie bei Schwangeren im Einsatz.“ Patienten, die befürchten, an einer Sinus-/Venenthrombose zu leiden, sollten bereits bei der Terminvereinbarung auf die Dringlichkeit aufmerksam machen und erhalten natürlich unverzüglich einen Termin.

Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und sind geimpft!

Das Conradia-Team in München freut sich, dass die Covid-19-Impfungen bei den MTRAs, dem Anmeldepersonal und den Ärztinnen sowie Ärzten jetzt erfolgt sind. „Dadurch machen wir unsere Praxis für uns und natürlich auch für unsere Patienten sicherer“, freut sich Prof. Dr. Lars Grenacher.

Alles Gute zum Weltfrauentag allen engagierten Frauen!

Das Motto „365 Tage mit Corona“ des diesjährigen Weltfrauentags würdigt den alltäglichen Kraftakt vieler berufstätiger Frauen, die zumeist gleichzeitig Töchter, Mütter und Partnerinnen sind. Insbesondere im Gesundheitsbereich war und ist der Rückzug ins Homeoffice keine Option und das Organisationstalent und Durchhaltevermögen der Akteurinnen ist besonders gefragt.

In unseren Conradia-MVZ arbeiten im nicht-ärztlichen Bereich vorwiegend Frauen: sei es im Praxismanagement, in den Servicebereichen wie der Terminvereinbarung oder beim Patientenempfang. Sie alle sind Leistungsträgerinnen der Praxis vor Ort, die ihren Teil dazu beitragen, die Patientinnen und Patienten täglich optimal mit diagnostischen Leistungen zu versorgen. Insbesondere in den letzten 12 Monaten war die Belastung für alle Beteiligten aufgrund der Pandemie besonders hoch. Sie jonglieren Homeschooling und Kinderbetreuung zuhause genauso wie verunsicherte Patientinnen und Patienten nebst erschwerten Praxisabläufen.

Darüber hinaus ist der Weltfrauentag auch ein Anlass, über die Gleichberechtigung nachzudenken. Was könnte sich beispielsweise ändern, um das Verhältnis von Frauen und Männern in der Radiologie zu verändern? Dabei sind gleichzeitig bereits zwei Drittel der Medizinstudierenden heute Frauen. Seit Jahren steigt der Anteil der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden weiblichen Ärzte kontinuierlich um rund einen Prozentpunkt jährlich an. Der Frauenanteil ist jedoch je nach Facharztgruppe sehr unterschiedlich: Insbesondere bei den Psychotherapeuten stellen die Frauen die deutliche Mehrheit. Mit einem Anteil von 34 % Frauen liegt die Radiologie im Mittelfeld der medizinischen Fächer. Wir wollen heute eine Lanze brechen für Radiologinnen. Wir sind überzeugt, dass sie in den zumeist recht großen Diagnostik-Zentren sowohl spannende fachliche Herausforderungen als auch die Flexibilitäten finden, die sie benötigen, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Ihnen allen einen sonnigen Weltfrauentag!

 

Aktuelle Studie: Herzbeschwerden durch Corona

Patienten, die bereits eine Covid-19 Infektion durchgemacht haben, leiden nicht selten unter Spätfolgen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns sowie weiteren Symptomen.

Häufig werden Spätfolgen am Herz, welche oftmals selbst bei milden Infektionsverläufen bestehen, nicht frühzeitig erkannt, wegen fehlender typischer Beschwerden wie Brustschmerz, Luftnot oder auch Herzrhythmusstörungen. Auch gerade deshalb sind diese sehr gefährlich.

Conradia Kardiologie und Prävention bietet mit einem hochspezialisierten Team aus Kardiologen, Internisten und Radiologen eine komplette internistisch/kardiologisch allumfassende Untersuchungen (Ultraschall, Belastungstest, Rhythmusanalyse bis zu 7-Tage, Gefäßuntersuchung und Ganzkörper-Checkups einschließlich Cardio-MRT und Cardio-CT, Ganzkörper-MRT) an. Gerne beraten wir interessierte Patienten, welche Untersuchungen individuell angemessen sind und kümmern uns um die Gesundheit und die Nachbetreuung internistischer Beschwerden.

Eine Forschungsgruppe des Universitätsklinikums Frankfurt (Dr. Valentina Puntmann und Team) stellte Auffälligkeiten am Herz bei 78 % der Patienten fest, die eine SARS-CoV-2- Infektion überstanden haben. Unabhängig von Vorerkrankungen oder der Schwere der Infektion konnten 2-3 Monate nach der Infektion zu 60 % Entzündungen im Herzmuskel im MRT festgestellt werden. Diese Entzündung führt teilweise zu einer geschwächten Pumpleistung des Herzmuskels.

Etwa 36 % der Patienten klagten zudem über Symptome wie Kurzatmigkeit, allgemeine Erschöpfung, Brustschmerzen sowie teilweise Herzrasen. Man hat festgestellt, dass die Ursache für die abnormalen MRT-Befunde am ehesten eine anhaltende Entzündung des Herzbeutels und Herzmuskels ist.

Das Virus selbst ist meist nicht im Herzgewebe nachzuweisen, wohl aber Entzündungszellen. Man geht davon aus, dass es sich um Entzündungsprozesse handelt, die durch das Virus getriggert sind. Covid-19 kann mitunter die Innenwand (Endothel) der Gefäße des Herzens befallen, mit Auslösung von Entzündungsprozessen in den Gefäßen. Dies kann zu Destabilisierung von Plaques und damit zur Auslösung eines Herzinfarktes und zu thrombotischen Verschlüssen der Gefäße führen. Auch Herzrhythmusstörungen können entstehen.

Da noch nicht bekannt ist, welche Patienten besonders von Herzschäden nach einer Covid-19-Infektion betroffen sind, sollten alle Patienten, auch nach leichten Infektionen, engmaschig nachbetreut und am Herzen untersucht werden. Dies ist sinnvoll, da die Entzündung des Herzmuskels oft nur mit unspezifischen Symptomen wie Erschöpfung und Kopfschmerzen einhergeht.

Insbesondere Sportler (Profis und Hobbysportler) sollten nach einer Covid-Infektion eine kardiologische Untersuchung durchführen lassen, bevor sie wieder Sport treiben, um genannte Schäden frühzeitig zu erkennen.

 

Quelle: Puntmann VO et al. Outcomes of Cardiovascular Magnetic Resonance Imaging in Patients Recently Recovered From Coronavirus Disease 2019 (COVID-19). JAMA Cardiol. 2020. DOI:10.1001/jamacardio.2020.3557

Diagnose von Erkrankungen innerer Organe erfordert Spezialkompetenz

Mit ihrem ärztlichen Direktor und Geschäftsführer Professor Dr. Lars Grenacher verfügt die Conradia in München über einen hochkompetenten Diagnostiker des Gastrointestinaltraktes sowie der Verdauungsorgane Milz, Leber, (Neben)-Nieren und Bauchspeicheldrüse. Der Radiologe ist in Austausch mit Fachkollegen im In- und Ausland und hat soeben als federführender Autor einen wissenschaftlichen Beitrag in der europäischen Fachzeitschrift European Journal of Radiology herausgegeben, der sich mit der Einordnung von Milzläsionen beschäftigt.

Die Milz befindet sich links oben im Bauch. Sie hilft dabei, Krankheiten abzuwehren und baut bestimmte Blut-Bestandteile ab. Von einer Milzläsion spricht man, wenn eine Verletzung oder Beschädigung in der Milz vorliegt. Oft werden auch Veränderungen des Gewebes als Läsion bezeichnet. „Das Besondere an Milzläsionen ist, dass wir nahezu arbeitstäglich Läsionen in der Milz finden, die jedoch seltenst für die Diagnose eine entscheidende Rolle spielen. Deswegen wissen Generationen von Radiologen eigentlich nicht genau, wie sie damit umgehen sollen.“ konstatiert Professor Grenacher und freut sich, mit dem neuen Paper einen Beitrag zur besseren Diagnostik zu leisten.

Zertifikat für kardiovaskuläre Bildgebung für Conradia

Die Conradia Radiologie Hamburg wurde erfolgreich als Zentrum für Kardiovaskuläre Bildgebung der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) zertifiziert und gehört damit deutschlandweit zu einer der wenigen niedergelassenen Praxen, die diesen hohen Qualifizierungsstandard für kardiovaskuläre Bildgebung anbieten können.

In Hamburg steht nun erstmals ein Zentrum mit zwei Standorten für kardiovaskuläre Bildgebung in der Niederlassung zur Verfügung. „An unseren Conradia-Standorten am Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf und am MVZ Mathey/Schofer in Stellingen bieten wir das gesamte diagnostische kardiovaskuläre Spektrum mit hoher fachlicher Expertise an“, sagt Dr. Matthias Röthke, ärztlicher Geschäftsführer der Conradia Radiologie Hamburg. Sein Kollege Dr. Paul Zwaka hat sich auf die kardiovaskuläre Bildgebung im MRT und im CT spezialisiert und leitet das Zentrum.

Die Kriterien für die DRG-Zertifizierung verlangen auch ein kooperationsfähiges Umfeld, damit diese hochspezialisierte Diagnostik für Patienten dauerhaft den besten Nutzen bringen kann. Conradia Radiologie Hamburg kooperiert daher mit verschiedenen anderen Experten in der kardiovaskulären Diagnostik und Therapie, natürlich insbesondere mit Kardiologen, genauso aber auch mit Angiologen, Pneumologen, Gefäßchirurgen, Nuklear- und Allgemeinmedizinern.

Neben der Kardio- ist auch die Prostatadiagnostik eine Spezialität der Conradia Radiologie Hamburg. PD Dr. Matthias Röthke ist von der Fachgesellschaft Q2 zertifiziert und bildet selbst Radiologen Deutschland weit in der Prostatabildgebung aus.

Zwar werden (noch) weder die Kardio- noch die Prostata-Schnittbildleistungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, eine Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen ist aber absehbar. Aber auch so ist bereits jetzt schon die Nachfrage nach diesen Untersuchungen in Hamburg in den letzten beiden Jahren enorm gestiegen.

„Patienten schätzen es, wenn sie hochqualifizierte und schonende Diagnostik bekommen“, sagt Dr. Zwaka. „Je nach Fragestellung tragen heutzutage die CT und die MRT des Herzens erheblich zur kardiologischen Diagnostik bei und sind für die zuweisenden Kardiologen nicht mehr wegzudenken. So ist z.B. die CT des Herzens in den aktuellen kardiologischen Leitlinien bezüglich Diagnostik und Therapie der chronischen koronaren Herzerkrankung bereits jetzt als diagnostisches Mittel der ersten Wahl vorgesehen, um als Vorschalttest den Großteil der bisher unnötig durchgeführten invasiven Herzkatheteruntersuchungen zu vermeiden. Ferner ist die kardiale MRT in der Lage, zuverlässig Fragen nach Minderdurchblutung oder Entzündungen des Herzmuskels oder anderen Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien zu beantworten.“

Zurzeit gibt es in Deutschland nur etwa vierzig zugelassene Zentren für Kardiovaskuläre Bildgebung.

Conradia Medical Prevention mit Online-Stand auf Zukunftsmesse

Präventionsmedizin für Arbeitnehmer im Sinne von Check-ups zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge wird bei Conradia bundesweit in der Conradia Medical Prevention (CMP) gebündelt. Im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter ist die Möglichkeit, auf hochwertige Früherkennungs- und Vorsorgeangebote zugreifen zu können, eines von zahlreichen Instrumenten im Konditionenreigen, der beim Gehalt beginnt und bei der Kinderbetreuung oder dem Firmenwagen noch nicht endet. Gesundheit hat in diesem Paket – auch durch die Coronakrise – für viele Menschen einen noch bedeutenderen Stellenwert erlangt.

Auf Messen wie zum Beispiel der „Zukunft Personal Europe 2020“ kommen Anbieter aus allen möglichen Bereichen mit den Personalverantwortlichen von Unternehmen zusammen. In diesem Jahr fand die Personalmesse im virtuellen Raum statt. Denn neue Situationen erfordern neue Maßnahmen. In der virtuellen Halle „Corporate Health“ präsentierte sich im Oktober erstmals auch die Conradia mit einem virtuellen Messestand. Leider ist der Stand nicht mehr aktivierbar, da die Messe vorüber ist. Trotzdem gibt das Bild einen ersten Eindruck davon, wie so etwas aussehen kann.

Das Resümee der Verantwortlichen für die Firmen-Check-ups, CMP-Geschäftsführerin Ingrid Koytka, zur ersten virtuellen Messeteilnahme war auf jeden Fall positiv: „Wir hatten täglich einige Dutzend Besucher auf unserem Stand in der Halle Corporate Health, die sich über unsere Rahmenverträge für Unternehmen informierten. Darunter Personalverantwortliche aller Unternehmensgrößen, vom Kleinunternehmen über den Mittelständler bis zum Großunternehmen. Mein Fazit: In Corona-Zeiten ist eine digitale Messe eine interessante und kostengünstige Möglichkeit sich als innovatives Unternehmen zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen.“

Nähere Informationen über die Angebote der Conradia Medical Prevention finden sich auf der Seite conradia-check-up.de. Natürlich bietet Conradia auch Präventionsleistungen für Privatpersonen an, vom Kardio-Check bis zur Männergesundheit. Unter conradia.de finden Interessierte den Weg zu allen Conradia-Praxen in Deutschland.

CONRADIA Schongau ist weiterhin für Sie da!

Die Medien berichten über einige Covid-19 Fälle im Krankenhaus Schongau. Glücklicherweise ist unsere radiologische Praxis davon nicht betroffen. Wir stehen weiterhin im vollen Umfang für unsere ambulanten Patienten bereit. Unser Team vor Ort hat sich auf die besonderen Herausforderungen angepasst. Wir verfügen über einen separaten Eingang und versichern Ihnen, dass wir unser strenges Hygienekonzept zu 100 Prozent umsetzen!

Conradia Radiologin Dr. Beate Rehbock ist Spezialistin für die Diagnose von Lungenkrankheiten

Dr. Beate Rehbock ist eine vielbeschäftigte Frau. Die Lungenspezialistin ist gefragt in der Praxis, als Dozentin und als Mitglied diverser wissenschaftlicher Gremien. Sie ist insbesondere auf die interstitiellen Lungenerkrankungen, ein Spezialgebiet innerhalb der Lungenradiologie spezialisiert. So erforscht sie unter anderem die „Bergarbeiterkrankheit“ Silikose und astbestassoziierte Erkrankungen. Der Redaktion des Magazins CuraCompact gab sie kürzlich Einblicke in ihre besondere Kompetenz:

CC: Frau Dr. Rehbock, wie bekommen Sie Ihre praktische Tätigkeit als Ärztin und Ihre vielen anderen Aktivitäten in Lehre und Forschung unter einen Hut?

Dr. Rehbock: Für beides schlägt mein Herz und mein Beruf ist tatsächlich meine Berufung. Auf der einen Seite reizt mich die Wissenschaft und ich engagiere mich hier vielfältig. Auf der anderen Seite habe ich schon früh im Rahmen meiner Krankenhaus-Tätigkeiten festgestellt, dass ich den Patientenkontakt und darüber hinaus auch den interdisziplinären Austausch mit anderen Fachrichtungen im Sinne einer optimierten Patientenversorgung als sehr erfüllend empfand. Das zog mich hinaus in die ambulante Versorgung. Denn dort habe ich Zugang zum Einzelschicksal und kann selbstverantwortlich meine Diagnosen in der Diskussion mit den zuweisenden Kollegen und durch Anforderung der Epikrisen proaktiv überprüfen. Dieses Engagement und die eigene Qualitätskontrolle wird geschätzt, so dass die Diskussion für alle Seiten inspirierend und therapieweisend ist.

CC: Was ist so spannend an der Lungendiagnostik?

Dr. Rehbock: Nach meiner Facharzt-Ausbildung führte mich mein Weg als leitende Oberärztin in ein Fachkrankenhaus für Lungenheilkunde und Thoraxchirurgie in Berlin. Dort bin ich 10 Jahre geblieben. Durch die intensive Beschäftigung mit den Lungen- und Thorax-Erkrankungen ist auch mein Interesse daran gewachsen. Durch die Spezialisierung kommt man immer tiefer in ein Fachgebiet hinein und kann dann wirklich mitgestalten. Das faszinierte mich, auch in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen. Inzwischen beschäftige ich mich auch intensiv mit berufsbedingten Lungenerkrankungen, wie z.B. mit astbestbedingten Erkrankungen oder der Silikose, früher bekannt als sog. „Bergarbeiterlunge“. Nach dem Vorsitz der AG Diagnostische Radiologie arbeits- und umweltbedingter Erkrankungen der Deutschen Röntgengesellschaft engagiere mich derzeit weiterhin im Vorstand und bin in dieser Funktion an der Erarbeitung von Leitlinien und Begutachtungsempfehlungen beteiligt.

CC: Was ist denn die Methode der Wahl in der Lungenbildgebung heute?

Dr. Rehbock: Natürlich ist das inzwischen die CT des Thorax, insbesondere, seit es die Niedrigdosis CT gibt. Trotzdem komme ich aus der Old School und schätze es auch, wenn je nach Indikation zunächst eine Thorax-Übersichtsaufnahme erfolgt, nach der eine weiterführende CT dann besser planbar ist, z.B. ob beispielsweise KM verabreicht werden muss oder nicht. Bei einer normalen Pneumonie reicht meines Erachtens auch weiterhin eine Röntgenaufnahme, insbesondere, wenn die klinischen Befunde eindeutig sind. Die MRT ist bei der Lunge nur für spezielle Indikationen interessant, z.B. bei Tumoren in der Thoraxwand. Also eigentlich überall, wo ein Weichteil-Kontrast gefordert ist.

CC: Wie kommt es, dass Sie zum Conradia-Praxisverbund hinzugestoßen sind und was hat sich für Sie geändert?

Dr. Rehbock: Mein Mann und ich sind Fachkollegen und haben viele Jahre unsere Praxen im Bismarckkarree in Charlottenburg betrieben. Er als niedergelassener Radiologe, ich als angestellte Radiologin in seiner Praxis und mit meiner eigenen Privatpraxis mit dem Lungenschwerpunkt. Diese Konstellation hat Conradia übernommen, was für alle Seiten ein Gewinn ist. Mein Mann hat seine Nachfolge-Thematik gelöst und für mich ist das Verbund-Netzwerk eine Option, da ich mit meiner Spezialisierung nicht nur lokal in meiner Praxis, sondern regional in Berlin und überregional für alle Conradia-Kollegen sowie deren Patienten und Zuweiser die Ansprechpartnerin für Lungenthemen bin. Besonders freut mich dabei, wie engagiert die neue Berliner Führung mit Dr. Alexander Baur diese doch noch recht neue Conradia-Praxis in Berlin gestaltet. Auch er bringt viel Schwung und Begeisterung für seine Spezialisierung und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit, die er den Patienten in der ambulanten Versorgung angedeihen lassen möchte.

CC: Was meinen Sie, kommt das Lungenkrebs-Screening irgendwann?

R: Es wäre zumindest aus medizinischer Sicht sinnvoll. Pilotprojekte wie die Nelson-Studie aus den Niederlanden/Belgien zeigen, dass die Mortalität bei Risikokollektiven durch Low-dose-CT-Screening bei Männern um 26 % und bei den Frauen mit hohem Risiko sogar um bis zu 61 % über einen Zeitraum von 10 Jahren gesenkt werden konnte. Immerhin sind weltweit 18 Prozent aller Krebstoten Lungenkrebserkrankte. Inzwischen gibt es auch in der aktualisierten Leitlinie zum Lungenkarzinom eine (wenn auch schwache) Empfehlung für den Einsatz eines Niedrigdosis-CT-Screenings an Hochrisiko-Gruppen, bei denen Faktorkombinationen wie familiäre und eigene Karzinomvorbelastung, Rauchen und Alter (ab 50) vorliegen. Was noch aussteht, ist eine positive wissenschaftliche Bewertung vom Bundesamt für Strahlenschutz, eine Rechtsverordnung von Bundesministerium für Umwelt und vielleicht das Schwierigste, die Finanzierung eines solchen Screening-Programms. Trotzdem halte ich es insgesamt für wahrscheinlich, dass es in absehbarer Zeit ein Screening geben könnte. Vielleicht bin ich hier zu optimistisch, aber ich fände es für die Betroffenen, die heute maximal ein „graues Screening“ durchlaufen, einen äußerst wertvollen Gewinn, wenn es einen qualitätsgesicherten Prozess gäbe, der am Ende die 5-Jahres-Überlebensrate erheblich steigern kann.

CC: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin!